Der gewaltfreie Rebell
Der gewaltfreie Rebell
SF 2009, 29’00 Min.
oder 52 Min.
Der argentinische Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel hat in Lateinamerika den Militärdiktaturen die Kraft der Gewaltfreiheit entgegengesetzt und kämpft bis zum heutigen Tag an vorderster Front gegen alle Formen der Unterdrückung und Verletzung der Menschenrechte
Charlotte Eichhorn hat ihn bei seiner Arbeit ein Stück begleitet.
Der Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel weiss, was soziale Ungerechtigkeit bedeutet. 1931 in Buenos Aires als Sohn eines spanischen Immigranten und einer indigenen Mutter geboren, bekam er zu spüren, was Armut heisst. Trotzdem hat er ein Studium an der Kunsthochschule in Buenos Aires erfolgreich abgeschlossen.
Esquivel ist Gründungsmitglied und Leiter der gewaltfreien Menschenrechtsorganisation für Frieden und gerechte Justiz - SERPAJ -, die seit 1974 in ganz Südamerika vertreten ist und für die Rechte unterprivilegierter Jugendlicher, das Selbstbestimmungsrecht der Ur-Völker und den Schutz deren Umwelt eintritt.
1977 wurde Esquivel verhaftet und gefoltert, da er der argentinischen Militärdiktatur (1976 – 1983) öffentlich entgegen trat. Dank internationalem Druck, vor allem aus der Schweiz, entkam er in letzter Minute seinem Tod.
1980 erhielt er den Friedensnobelpreis, weil er im Namen von SERPAJ öffentlich nach dem Verbleib der 30‘000 Menschen fragte, die während der Dauer der Militärdiktatur spurlos verschwanden.
Heute lehrt er an der Uni in Buenos Aires Friedenskultur und Menschenrechte und arbeitet in seinen zwei SERPAJ Friedensdörfern mit Jugendlichen aus armen Verhältnissen. Charlotte Eichhorn porträtiert den argentinischen Menschenrechtler.
Adolfo Pérez Esquivel, Friedensnobelpreisträger
Ein Film von Charlotte Eichhorn